Eigenkapital sparen — Wie viel ist genug?
Erkunden Sie, wie viel Eigenkapital Sie benötigen, typische Sparstrategien und wie Sie Ihre Sparziele erreichen.
WeiterlesenÜberblick über KfW-Darlehen und Zuschüsse für Neubau und Sanierung. Welche Programme zu Ihnen passen.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine staatliche Förderbank, die günstige Darlehen und Zuschüsse für Immobilienprojekte vergibt. Das Gute: Sie müssen nicht direkt zur KfW gehen. Ihre Bank arbeitet mit ihr zusammen und vermittelt die Förderung für Sie.
Es gibt verschiedene KfW-Programme — manche für Neubauten, andere für Sanierungen. Einige bieten nur günstige Zinsen, andere zahlen zusätzlich Geld als Zuschuss. Die richtige Wahl hängt davon ab, was Sie vorhaben und wie viel Eigenkapital Sie haben.
Nicht alle Programme passen zu jedem Projekt. Hier die am häufigsten genutzten Varianten.
Für neue Häuser mit hohem Energiestandard. KfW 261 mit Zuschuss, KfW 262 als reines Darlehen. Bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit möglich.
Bestehende Häuser energetisch modernisieren? Darlehen bis 120.000 Euro pro Wohneinheit, mit Zuschüssen bis zu 30 Prozent der Kosten.
Sie wollen nur das Dach dämmen oder Fenster tauschen? Kleinere Sanierungen mit Zuschüssen bis 5.000 Euro pro Maßnahme.
Allgemeine Finanzierung für Immobilienkauf und Umbau. Günstiger Zins, flexibel einsetzbar. Darlehen bis zur Höhe des Kaufpreises.
Das Verfahren ist einfacher als viele denken. Sie gehen nicht direkt zur KfW — das läuft alles über Ihre Bank. Die Bank prüft Ihren Antrag, leitet ihn an die KfW weiter und verwaltet das Darlehen später.
Wichtig ist: Der KfW-Antrag muss vor Projektstart gestellt werden. Haben Sie bereits Handwerker beauftragt oder Material gekauft, ist es zu spät. Die Förderung rückwirkend zu beantragen, geht nicht. Deshalb sollte der zeitliche Ablauf genau geplant sein.
Für energetische Sanierungen ist zusätzlich ein Energieberater erforderlich. Dieser erstellt ein Konzept und prüft die Umsetzung. Die Kosten für diese Beratung (etwa 500–1.500 Euro) sind oft in den Zuschüssen enthalten.
So läuft der Prozess ab — vom ersten Termin bis zur Auszahlung.
Bei Sanierungen notwendig. Der Berater prüft Ihr Haus und erstellt einen Plan. Für Neubau: Sie brauchen Pläne und Nachweise zum Energiestandard.
Vereinbaren Sie einen Termin. Bringen Sie alle Unterlagen mit: Grundrisse, Energiebericht, Kostenvoranschläge. Die Bank berät Sie, welches Programm passt.
Ihre Bank reicht den Antrag bei der KfW ein — BEVOR Sie mit den Arbeiten beginnen. Das ist die kritische Deadline. Alles muss genehmigt sein.
Die KfW prüft die Unterlagen — das dauert etwa 4–6 Wochen. Danach: grünes Licht. Jetzt können Sie mit dem Projekt starten.
Handwerker beauftragen, Arbeiten machen lassen. Alle Rechnungen aufbewahren — die KfW prüft später, ob alles nach Plan umgesetzt wurde.
Nach Fertigstellung: Energieberater prüft die Arbeiten nochmal. Dann Rechnungen einreichen. Die KfW zahlt das Darlehen oder den Zuschuss aus.
Die Zinsen sind deutlich unter dem Marktniveau. Während Banken aktuell etwa 4–5 Prozent verlangen, bietet die KfW oft 2–3 Prozent. Bei einem 300.000-Euro-Darlehen spart man so schnell 5.000–10.000 Euro an Zinsen pro Jahr.
Noch besser: Bei vielen Programmen kommt ein Zuschuss on top. Das ist echtes Geld, das Sie nicht zurückzahlen müssen. Für energetische Sanierungen kann der Zuschuss bis zu 30 Prozent der Kosten ausmachen.
Dazu kommt: Die Förderung hilft Ihnen, den Energiestandard zu verbessern. Das senkt später die Heizkosten dauerhaft. Ein saniertes Haus mit besserer Dämmung verbraucht oft 50–70 Prozent weniger Energie. Das ist nicht nur fürs Klima gut — auch für Ihren Geldbeutel.
Grundsätzlich: jeder, der in Deutschland eine Immobilie besitzt oder kaufen will. Es gibt aber Grenzen. Bei sehr hohem Einkommen (über 90.000 Euro brutto pro Jahr) kann es schwierig werden. Manche Programme sind auch nur für Privatpersonen, nicht für Investoren.
Wichtig: Ihr Haus oder Ihre Wohnung darf nicht zu teuer sein. Es gibt Obergrenzen. Ein Einfamilienhaus darf maximal etwa 150.000 Euro Herstellungskosten pro Wohneinheit haben. Bei teureren Objekten gibt’s weniger Zuschuss oder gar keinen.
Schulden spielen auch eine Rolle. Wenn Sie bereits hohe Kredite haben, wird es schwierig. Banken prüfen Ihre Bonität — schlecht zahlende Kunden bekommen keine KfW-Förderung.
So vermeiden Sie Fehler und bekommen Ihre Förderung.
Der Antrag muss VOR Projektstart eingereicht werden. Das ist nicht verhandelbar. Wenn Sie schon einen Handwerker beauftragt haben, ist es zu spät.
Grundrisse, Kostenvoranschläge, Energieberichte — nichts vergessen. Je vollständiger Ihre Unterlagen, desto schneller geht die Bearbeitung.
Nicht einfach das erste Angebot nehmen. Fragen Sie Ihre Bank, welche Programme es für Ihr Projekt gibt. Manchmal lohnt sich ein anderes Programm mehr.
Die Beratung kostet, aber sie zahlt sich aus. Ein guter Berater kennt alle Fördermöglichkeiten und spart Ihnen Geld bei den Gesamtkosten.
Jede Rechnung vom Handwerker, jede Materialrechnung — alles aufheben. Die KfW verlangt diese als Nachweis später.
Manchmal dauert die Genehmigung länger als gedacht. Klären Sie mit Ihren Handwerkern, ob Sie den Starttermin verschieben können.
Der nächste Schritt ist einfach: Termin bei Ihrer Bank machen. Bringen Sie Ihre Unterlagen mit und fragen Sie konkret nach KfW-Programmen. Mit der richtigen Vorbereitung klappt’s.
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